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Traumazentrierte Fachberatung

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Traumasensibles Arbeiten in sozialen Einrichtungen – Vortrag & Impuls

Egal wo Menschen miteinander in Beziehung oder Kommunikation stehen, überall finden Aufeinandertreffen mit Menschen statt, von deren Vergangenheit wir nichts oder nicht viel wissen, oder wir interpretieren Verhaltensweisen, ohne mit ihnen zu sprechen. In vielen sozialen Einrichtungen haben Fachkräfte und Ehrenamtliche täglich mit Personen zu tun, deren Lebensgeschichten von Fehlinterpretationen, Belastungen, Krisen oder traumatischen Erfahrungen geprägt sind. Ob in Kindertagesstätten, Förderschulen, Therapieeinrichtungen, Einrichtungen für Schutzsuchende oder Altenheimen – überall dort, wo Begegnung, Beziehung und Begleitung im Mittelpunkt stehen, ist traumasensibles Arbeiten von zentraler Bedeutung.

Für wen ist der Vortrag gedacht?

Der Vortrag richtet sich an hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an ehrenamtlich Tätige in folgenden Bereichen:

  • Kindertagesstätten und Frühförderstellen
  • Grundschulen und weiterführende Schulen
  • Förderschulen und Schulen mit besonderen pädagogischen Schwerpunkten
  • Arztpraxen, Logopädie-, Ergotherapie- und andere Therapieeinrichtungen
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
  • Unterkünfte und Beratungsstellen für Schutzsuchende
  • Alten- und Pflegeheime
  • Flüchtlingsunterkünfte

Ziel ist es, praxisnahes Wissen zu vermitteln, das den Arbeitsalltag erleichtert und die Qualität der Beziehungsgestaltung stärkt. Die Inhalte sind verständlich, erfahrungsbezogen und direkt umsetzbar – mit Raum für Austausch, Reflexion und individuelle Fragen.

Was bedeutet traumasensibles Arbeiten?

Traumasensibles Arbeiten beschreibt eine professionelle Haltung, die geprägt ist von Achtsamkeit, Verständnis und Stabilität im Umgang mit Menschen, die traumatische Erfahrungen machen mussten. Es geht darum, den Betroffenen zu erklären, was mit ihnen nicht nur seelisch, sondern auch körperlich widerfahren ist. Außerdem sichere Räume zu schaffen, in denen Vertrauen wachsen kann und die Würde des Einzelnen gewahrt bleibt. Die Traumapädagogik hat Grundsätze, die große Beachtung finden:

  • Sicherheit und Schutz: Klare Strukturen, transparente Kommunikation und ein verlässliches Umfeld helfen, das Gefühl von Sicherheit wiederherzustellen, ein sicherer Ort.
  • Wertschätzung und Empathie: Jede Reaktion, jedes Verhalten hat einen guten Grund und wurde verinnerlicht, um zu überleben. Die traumasensible Haltung erkennt die individuelle Geschichte hinter dem Verhalten an.
  • Partizipation und Selbstwirksamkeit: Menschen werden gefördert, aktiv mitzugestalten und Entscheidungen mitzutragen – ohne Überforderung.
  • Verlässliche Beziehungen: Kontinuität, Geduld und ein respektvoller Umgang sind essenziell für den Aufbau tragfähiger Beziehungen.
  • Selbstfürsorge der Fachkräfte und Ehrenamtlichen: Wer traumasensibel arbeitet, braucht auch selbst Schutz und Ressourcen, um langfristig gesund   und wirksam begleiten zu können.